Montag, 1. März 2010

home, sweet home

Ich bin zuhause!
Gestern um 15:30 ist mein Flugzeug gelandet und eine gute Stunde später hatte ich klein David in meinen Armen. Wenn das keine schöne Begrüßung ist, weiß ich auch nicht =)

Schön, die nächsten Woche wieder daheim zu sein.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Osaka und Kyoto

Melde mich zurück von meinem Kurztrip nach Osaka und Kyoto. Eigentlich war ja noch ein Zwischenstop in Hiroshima geplant, doch der ging sich leider nicht mehr aus. Wir waren einfach zu begeistert von Kyoto und den vielen schönen Tempeln und Schreinen, die es dort zu sehen gab.

Aber zuerst ein Bild von Umeda Sky City - Einem Gebäude, in dem man mit einer schwebenden Rolltreppe in den Sky Garden gelangt, von dem man eine fantastische Aussicht über das nächtliche Osaka hat.















Das Licht um den Kreis verändert sich immer wieder, sodass man ab und zu das Gefühl hat, eine Sonnenfinsternis zu sehen.














Osaka bei Nacht













Weiter geht es mit einem meiner Lieblingsschreine - dem Fushimi Inari Schrein. Der Schrein ist der Gottheit Inari (unter anderem für Reis und Fruchtbarkeit zuständig) gewidmet.

Eine Gebetsschelle, die geläutet wird, um die Gottheit auf sich und seinen Wunsch aufmerksam zu machen.























Der Inari Schrein liegt am Fuße eines Berges. Ein Weg gesäumt mit unzähligen roten Torii führt den Berg hinauf zu einem weiteren kleinen Schrein. Die Torii wurden von Firmen, Familien und Einzelpersonen aus Dankbarkeit an Inari und ihr Wirken gesponsort.























Man findet überall kleine und große Fuchsstatuen, oder wie hier Wunschtäfelchen in der Form eines Fuchskopfes. Der Fuchs gilt als Bote von Inari und ist in Japan äußerst beliebt.















Nach dem Inari Schrein gingen wir zum Kyomizu Tempel. Das hauptgebäude steht auf Holzsäulen und man hat eine tolle Aussicht auf Kyoto.
Die Pagode beim Eingang zum Tempel























Leider waren die Bäume kahl, aber dafür sieht man die Säulen gut.












Und wir haben es endlich geschafft nach Gion zu gehen! Gion ist ein altes Viertel in Kyoto, in dem man die traditionellen japanischen Häuser bewundern kann.

Und natürlich ist das Viertel vollgestopft mit Souvenierläden. Außerdem bekommt man handgefertigte Töpferwaren. Eine Teeschale aus Kyoto darf in keinem japanischen Haushalt fehlen.

















Zu meiner Überraschung blühte tatsächlich schon ein Baum! Natürlich musste der fotografiert werden, denn die Blütenschau (Hanami) ist in Japan immer ein Grund zum Feiern.


Donnerstag, 4. Februar 2010

Urlaub!

Das Semester ist zu Ende, hab alle Prüfungen, Referate und Arbeiten hinter mir und kann entspannen! =D

Am Sonntag ist Kathi aus Wien gekommen und gestern sind David und Denise angereist - juhu! Ab jetzt heißt es einen Monat lang Party, Reisen, Spaß und gute Laune!

Was wir geplant haben:
- Izakaya
- Karaoke
- Disney Sea
- Osaka, Kyoto, Hiroshima (event. Miyajima und Nara *_*)
- Yokohama
- ONSEN!!!! (darauf freu ich mich schon wie ein kleines Kind =3 entspannen in einer der zahlreichen heißen Quellen Japans... das süße Leben ;))
- Clubhopping in Roppongi
- sicher ganz viel Blödsinn und Sachen die Spaß machen ;)

Freude, Freude!
Ich präsentier dann Fotos.... eventuell..... *lach*

Samstag, 23. Januar 2010

Zum ersten Mal im Jänner erlebt!

Melde mich zurück von einer recht langen Durststrecke, was Einträge angeht. =)
Aber nachdem Mama und Papa wieder zurück nach Österreich geflogen sind, gings bei mir rund! Die ganzen Prüfungen, Referate und Abschlussarbeiten halten mich ganz schön auf Trab. Ist eben was anderes, wenn man nicht auf Deutsch schreiben und reden kann, sondern alles auf japanisch machen soll ;)


Ich habe in diesem Monat so viel zum ersten Mal erlebt, dass ich diesen Eintrag jenen Erlebnissen widme:
Zum ersten Mal Schnee in Japan gesehen: zwar nur eine halbe Stunde lang, aber es hat tatsächlich geschneit! =D die Freude war natürlich groß. Ich hätte nie gedacht, dass ich Schnee vermissen würde!

Zum ersten Mal eine japanische Arbeit geschrieben: das war ein ganzes Stück Arbeit, aber schlussendlich hat es sich ausgezahlt =)

Zum ersten Mal eine Katastrophenübung mitgemacht: als ich letzten Montag wieder im Kindergarten gearbeitet habe, kam plötzlich eine (mir nicht verständliche) Durchsage und innerhalb von Sekundenbruchteilen kauerten alle Kinder unter den Tischen. Ich war baff! Während die Kindergärtnerinnen routinemäßig alle wichtigen Sachen zur Evakuierung vorbereitenen, stand ich verdattert da und starrte mit großen Augen durch die Gegend. Der Höhepunkt des Ganzen war dann der Helm, den ich aufsetzen musste, nachdem der ganze Spuk eigentlich schon vorbei war, aber Regeln sind nun mal Regeln ;) Da saß ich also, mit meinem Helm, rund um mich herum Kinder mit silbernen Feuerschutzzwergerlmützen, und lauschte den Worten der Leiterin, die aufzählte, was alles gut gelaufen ist und was bei der nächsten Übung verbessert werden muss. Kaum zu glauben, dass es jeden Monat so eine Übung gibt!

Zum ersten Mal einen Kommentar von zu Hause bekommen: danke Maria! schön zu wissen, das jemand meine Einträge liest! ;)

Zum ersten Mal Mochitsuki erlebt: Mochitsuki ist das traditionelle Reiskuchenstampfen, dass jedes Jahr im Jänner veranstaltet wird. Man nimmt gedämpften Mochireis (besonders klebrig) und stampft ihn in einem riesigen Holzbottich mit riesigen Holzhämmern zu einem Teig, der von der Konsistenz her an Hefeteig erinnert. Der Teigbrocken wird dann in kleine Stücke gerupft und mit Algenblättern, süßen roten Bohnen, Sojasoße+Zucker (lecker!) oder in einem süßen Pulver gerollt (ich glaub aus Sojabohnen gemacht) gegessen. Schmeckt gut, auch wenn die klebrige Konsistenz etwas gewöhnungsbedürftig ist und ich immer das Gefühl habe, einen riesigen Kaugummi zu kauen. Ich glaube jedenfalls gern, dass jährlich Leute beim Mochiessen ersticken. Wäre mir heute auch fast passiert ;)

Und weil das Mochitsuki so schön war, gibt's gleich noch ein paar Fotos vom Mochitsuki, das in meinem Kindergarten stattgefunden hat.


Montag, 4. Januar 2010

Ein Frohes neues Jahr!

Nach zehn Tagen Urlaub mit Mama und Papa in einem Hotel in Shinjuku (endlich mal wieder Stadtleben und der Luxus eines Bads ganz für mich allein!) habe ich die beiden heute wohlbehalten am Narita Flughafen abgeliefert.
Es war schön, sie zu sehen und mit ihnen ein Stück Japan zu erleben. Mama hat Gefallen an der japanischen Küche gefunden und Papa hat uns mit seiner Fingerfertigkeit, im Umgang mit Essstäbchen, überrascht. Wer hätte gedacht, dass ein kleiner Japaner in ihm schlummert ;)

Passt bloß auf! Ich werde mir noch eine gehörige Sammlung Stäbchen zulegen und euch allen ein Paar schenken (japanischen Essen inklusive ;)) Mit Stäbchen Nudelsuppe essen kann äußerst unterhaltsam sein!

Jedenfalls habe ich mir in diesen zehn Tagen eine Mordskondition antrainiert. So viel gelaufen bin ich schon lange nicht mehr. *lach* In den nächsten Tagen wird wohl nichts mehr aus ausgedehnten Spaziergängen, schließlich muss ich auch noch was für die Uni tun. Kaum zu glauben, aber es sind nur noch drei Unterrichtswochen bis zum Semesterende! Die Zeit vergeht wie im Flug!

Übrigens habe ich endlich (nach drei langen Monaten) gemerkt, dass ihr mir ja keine Kommentare schreiben könnt, wenn ihr nicht angemeldet seid. Ich habe diese Funktion geändert, sprich: IHR KÖNNT KOMMENTARE SCHREIBEN! (und mich damit sehr glücklich machen! =D)

Ich warte also auf ein paar Lebenszeichen vom anderen Ende der Welt =)

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Es weihnachtet!

Während es in Österreich so richtig schön kalt ist und der Schnee ganz von selbst weihnachtsflair ins Land bringt, ist es hier in Japan nicht ganz so einfach die Adventsgefühle in sein Leben zu bringen. An bunt blinkenden Lichtern, die alle Kaufhäuser und jede Menge Straßen in und um Tokyo schmücken, mangelt es nicht und natürlich hallen auch die wildesten Variationen altbekannter Weihnachtslieder aus allen Lautsprechern, aber so richtige Weihnachtsgefühle kommen da bei einem alteingesessenen Weihnachtsliebhaber, wie mir, nicht so wirklich auf.

"Selbst ist die Frau" denkt man sich dann.... oder zumindest "hoffentlich haben die anderen eine gute Idee"

..... nun, es waren dann wirklich die anderen (also eigentlich Philipp) die uns vor dem richtigen Weihnachtsabend schon eine kleine, aber äußerst feine Bescherung brachten. Seine Familie versorgte ihn nämlich mit Glühfix und Christstollen! =D Wie kleine Kinder, konnten wir es kaum erwarten, unseren eigenen Glühwein zu machen und den Stollen zu verdrücken - endlich auch richtige Weihnachtsgefühle im herbstlich warmen Japan! Breit grinsend saßen wir vor unseren riesigen Tassen, mit leckerem Glühwein gefüllt und inhalierten den Christstollen (übrigends der Beste den ich je hatte! Danke Philipp Oma!) förmlich. Witzigerweise dachten wir dann alle zur gleichen Zeit ungefähr dasselbe - es riecht nach dahoam. Und dieser Geruch von zuhause hat unglaublich gut =)

Wir beschlossen, trotz der warmen Temperaturen, natürlich auch den japanischen Winter und seine kulinarischen Genüsse näher kennen zu lernen und trafen uns in einem alten Izakaya (ein kleines Lokal, in dem man sein Feierabendbier und gutes Essen genießt) um winterliches Nabe
zu essen. Im Prinzip ist Nabe ein Topf mit Suppe, in dem allerlei Essbares gekocht und dann gegessen wird. In unser Nabe kamen, Fisch, Muscheln, Tofu, Pilze, Lauch und Kohl. Lecker! =D

Momentan ist es hier auch ein wenig kühl, aber wir sind weit entfernt von der 0 Grad Grenze. Erst vor ein paar Tagen bin ich mit Yumi draußen auf der grünen Wiese gelegen, habe mich von der Sonne wärmen lassen und die schönen Herbstfarben der Bäume bewundert. Sieht also offensichtlich schlecht aus mit Schnee hier in diesen Gefielden. ;)
Der Campus ist mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Erst letztens haben wir einen großen Bambuswald auf dem Gelände entdeckt, ein eigenes Stonehenge ist auch vorhanden und der Hügel, auf dem wir die Sonne genießen, wurde kurzerhand Mt. Chrissi getauft. ;)

Aber weil man ja nicht immer nur im kleinen aber feinen Minami Osawa sein kann, verbrachten wir eine Partynacht in den Clubs des verruchten und gefährlichen Roppongi, DEM Partyviertel Tokyos. Wir Frauen genossen eine besondere Behandlung in beiden Clubs, in denen wir waren (sprich, besondere Vergünstigungen oder gleich Gratis Eintritt in die nicht ganz so billigen Clubs) und stellten wieder einmal fest, wie anders und toll das Leben in einer Weltmetropole sein kann! Die Nacht war so genial, dass wir es erst gegen neun Uhr Morgens (und mit rundum wunden Füßen) in unser Studentenheim schafften. Weitere Partynächste werden definitiv folgen! Leider ohne unsere japanischen Freunde, weil Nächte durchtanzen unter ihnen eher verpönt ist (man könnte ja zu viel Spaß haben ;)) Aber dafür vielleicht mit unseren mongolischen Bekannten! =D